1592 erste urkundliche Erwähnung als Brettmühle auf der Öderschen Karte
1628 erneuter Nachweis
1710 am 26. Februar wird Andreas Storm die Konzession zur Erbauung einer Mahlmühle erteilt
1711 ist er "Besitzer der Mühle mit einem Gang"
1721 sein mittlerer Sohn Christoph Storm kauft die Mühle am 30.Mai

  Zum Ende des 18. Jahrhunderts fällt die Mühle einem Brand zum Opfer.
Befand sie sich bisher am rechten Bachufer „unmittelbar am Eingange des sogenannten Ottendorfer Loches“, so wird sie danach etwas Flussabwärts am linken Ufer neu Errichtet.
Leider gibt es meines Wissens keine Aufzeichnungen oder Berichte zu diesem Ereignis.

1783 Erteilung der Konzession einer Lohmühle
1784 Vermutlich in diesem Jahr wird mit dem Bau der „neuen“ Buschmühle begonnen. „1785“ findet sich als älteste Jahreszahl am linken Kirnitzschufer auf dem Grundstein des Mühlengebäudes.
1787 Eine weitere Jahreszahl am Felsen neben dem heutigen Bettenhaus, damals ursprünglich als Stall und Scheune errichtet.
1791 wird der gesetzte Sandsteinweg fertiggestellt,
welcher hinauf zu "Buschmüllers oder Glasers Räumicht" führt. Auf einem Pfeiler findet sich hierzu die Jahreszahl "1791" nebst den Initialen "G. G." für Gottlieb Glaser.
1797 Eine Feldschmiede wird errichtet. Sie war Oberhalb der Mühle direkt an den Felsen gebaut, ist aber heute nicht mehr vorhanden.
1813 Die „längere Zeit wüst gelegene“ Schneidemühle wird wieder instandgesetzt.
1814 kämpft „Johann Gottlieb Glaser, Buschmüller“ jedoch vergeblich um deren Genehmigung.
1847 Der Mühlgraben wird im Innenhof mit einem Sandsteingewölbe überbaut.
1854 Die Schneidemühle wird in der Breite um etwa ein Drittel erweitert. Heute findet sich hier die Säumsäge, eine kleine Schleiferei für Sägeblätter sowie eine Hobelbank.
1948 Ein weiterer Brand kann noch rechtzeitig verhindert werden. Funkenflug der Dampfmaschine (diente als „Hilfsmotor“ und wurde mit den anfallenden Sägespänen gefeuert) sorgte für die nächtliche Bescherung. Zum Glück war zufällig ein Feuerwehrhund zu Gast, welcher anschlug und so das Schlimmste verhindert werden konnte.

  In dieser Zeit wurde auch der Mühlturm inklusive Silo aufgesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg waren die Müller für das zu schrotende Getreide selber verantwortlich. Als in der Hungerjahren aus den Scheunen der umliegenden Dörfer zuviel verschwand, wurde dessen Bau notwendig um drohende Haftungsstrafen an die Besatzer zu vermeiden.

Aus der Familie Glaser wurde später Schimann, schließlich Gernert. Somit bleibt die Buschmühle weiterhin in Familienbesitz.

Nach dem 2.Weltkieg wurde der markante Mühlturm aufgesetzt, Jede (Mahl-)Mühle musste ab jetzt eine gewisse Menge Getreide einlagern können (eine Forderung der russischen Besatzer, aus den Scheunen auf den Dörfern verschwand wohl zuviel Getreide) Parallel wurde weiterhin Holz geschnitten.

Mit dem Ende der DDR kam auch das Ende des regulären Mühlenbetriebes. Der letzte Sack Schrot verließ im Mai 1992 unsere Mühle. Mahl- und Sägemühle sind seitdem ungenutzt, aber noch intakt.

Seitdem treibt das mittelschächtige Mühlrad nur noch einen kleinen Generator an, der ca. 7,5 kW/h Strom zur Eigenversorgung liefert.

Seit dem 19. Jahrhundert besitzen wir das Schankrecht, ursprünglich auch zum aufstellen von Krippen für erschöpfte Fuhrwerke.
Heutzutage sind es eher müde Wanderer und Kletterer, die sich in unserer gemütlichen Gaststube bei einem kühlen Bier und einer deftigen Mahlzeit stärken.
2008 Hollywood in der Sächsischen Schweiz: Die Buschmühle ist einer der Drehorte für den Film "Der Vorleser" mit Kate Winslet.

2010 Die Buschmühle steht unter Wasser nach heftigen Regenfällen am 7. August.